Kein Sand im Getriebe

03.06.2014

Wachstumsmotor. Die S-Beteiligungen Leipzig wirken mit stiller Beteiligung als Wachstumsmotor - beispielerweise bei der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH (NZWL). Sechs Investmentmanager betreuen zurzeit 58 Unternehmen mit 2.408 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von insgesamt 303 Mio. EUR. Eine überzeugende Bilanz für den prosperierenden Wirtschaftsraum Leipzig. Hinter diesen Zahlen steht auch das Engagement der S-Beteiligungen Leipzig – einer Tochtergesellschaft der Sparkasse Leipzig.

Seit 1999 investieren die S-Beteiligungen Leipzig branchenübergreifend in kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Sitz in der Wirtschaftsregion Leipzig haben. Die Investitionsanlässe sind dabei vielfältig. Bis zu einem Volumen von 750.000 Euro geht die Tochtergesellschaft der Sparkasse Leipzig diese Partnerschaften ein.

Die Investitionsentscheidungen werden flexibel und zügig getroffen. Sie beruhen auf langjährigem Knowhow in Finanzierungsfragen und spezifischer Branchenkenntnis der Investmentmanager der S-Beteiligungen Leipzig. Eine zentrale Rolle bei der Beurteilung einer Investmentanfrage spielen die Zukunftsfähigkeit und die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und ein erfahrenes und überzeugendes Managementteam.

Seit 2003 sind die S-Beteiligungen Leipzig über eine stille Beteiligung an der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH engagiert. Die Firma produziert Motoren- und Getriebeteile, Getriebebaugruppen und komplett montierte Getriebe für die Automobilindustrie. Harriet Krzyzowski, Senior-Investmentmanagerin der S-Beteiligungen, über die Gründe für das Engagement: „Überzeugt haben uns sowohl die hohe Kompetenz des Managementteams im Hinblick auf Restrukturierung, Prozessoptimierung und Marktkenntnis als auch die engen Kundenbeziehungen für kleine und mittlere Getriebeserien und Prototypen im Nutzfahrzeug- und Automobilbau, wie zum Beispiel zu Karsan, Multicar, Daimler, VW, Audi und ZF.“

Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH hat sich in den vergangenen Jahren zum Hauptlieferanten von Synchronisierungen für Doppelkupplungsgetriebe in Großserien entwickelt und agiert bei 90 Prozent seiner Aufträge als Alleinlieferant (Single Sourcer). In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen seinen Umsatz mehr als verdreifacht. Die zunehmende Internationalisierung mit Niederlassungen in Sucany (Slowakai) und demnächst in Tianjin (China) lässt ein weiteres deutliches Umsatzwachstum der NZWL-Gruppe erwarten. Doppelkupplungsgetriebe konnten Ihren Marktanteil von 2005 bis 2010 von 1 Prozent auf 15 Prozent steigern. Von 2010 bis 2015 wird mit nahezu einer weiteren Verdoppelung gerechnet. In genau diesem wachsenden Markt hat sich NZWL mit der besonderen Kompetenz von Synchronisierungsbaugruppen als einer der weltweit marktführenden Hersteller etabliert.

Als strategischer Partner des Großkunden VW will NZWL in diesem Jahr in China einen eigenen Produktionsstandort für Synchronisierungen in Großserie errichten. Die langfristigen Produktionsaufträge von VW wurden bereits endverhandelt. NZWL wird in China die Großserienproduktion, wie sie bereits in Leipzig etabliert ist, duplizieren – mit dem gleichen Maschinenpark und in Leipzig intensiv geschultem Fachpersonal.

Für die Finanzierung weiteren Wachstums am Standort Leipzig und für den Aufbau der Produktion in Tianjin wurde in Zusammenarbeit mit dem Wertpapierhandelshaus Streubing AG eine Unternehmensanleihe emittiert. Die Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von 25 Millionen ist mit einem jährlichen Kupon von 7,5 Prozent verzinst. Für Mittwoch, den 19. Februar 2014, wurde die Handelsaufnahme im Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für Anleihen vorgesehen. Die Anleihe stieß am Markt auf großes Interesse. Die ursprünglich bis 28. Februar 2014 geplante Zeichnungsfrist musste aufgrund des mehrfach überzeichneten Orderbuchs vorzeitig beendet werden.

Quelle: Sparkassenzeitung Nr. 22 vom 30.05.2014

Zurück zur Übersicht