Private Equity fördert regionale Wirtschaft

14.08.2014

Leipzig: Wie Private-Equity das Wachstum von kleinen und mittleren Unternehmen fördert

Die S-Beteiligungen. eine Tochtergesellschaft der Sparkasse Leipzig, fördert etablierte klein- und mittelständische Unternehmen mit Private-Equity-Beteiligungen. Stefan Leermann, Geschäftsführer der Spezialisten für Unternehmensfinanzierungen, erklärt dazu: „Der Schlüssel zum Aufbau der Wirtschaftskraft einer Region ist es, erfolgreiche klein- und mittelständische Unternehmen zu identifizieren und diese zu befähigen, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen.“ Dabei sind die besten Deals für Investoren in der Region zu finden:

„Die wirklich interessanten Deals sind regionale Unternehmen aus denen wir die erfolgversprechendsten Geschäftsmodelle auswählen. Bis zu einem bestimmten Grad sind diese offener und moderner als andere Unternehmen.“ Die S-Beteiligungen, eine vor 12 Jahren gegründete Tochtergesellschaft der Sparkasse Leipzig, unterstützt Unternehmen auf Wachstumskurs mithilfe von Beteiligungskapital. Die Unternehmen werden jedoch nicht übernommen, ein Investment beläuft sich auf maximal 750.000 €. Höhere Finanzierungsvolumina können jedoch in Zusammenarbeit mit dem Wachstumsfonds Mittelstand Sachen (WMS) realisiert werden. Dieser hat einen weiteren Arm, den Technologie Gründerfonds Sachsen (TGFS), welcher Venture Capital für Startups aus dem Hightech-Bereich bereitstellt und diese als langfristig wettbewerbsfähige Unternehmen etabliert. Dem TGFS stehen dabei 60 Mio. € zur Verfügung, dem WMS 40 Mio. €, die S-Beteiligungen können zusätzliche 25 Mio. € investieren. „Wir betrachten Unternehmen mit einem Finanzierungsbedarf von 2 bis 2,5 Mio. €, kleinere Gesellschaften - wir finanzieren keine Startups in der Seed- bzw. Gründungsphase, das ist zu riskant. Wir investieren in der 2. Finanzierungsrunde und übernehmen 5 % der Unternehmensanteile.” Herr Leermann fügt hinzu: „Wir sind fokussieren uns auf Unternehmen mit Wachstumspotenzial aus den Branchen Media, IT-Dienstleistungen, Logistik und Automobil-Zulieferer.“ Medizintechnik und Life Sciences werden als zu riskant gesehen und - wenn möglich - dem TGFS übergeben.

„Letztes Jahr haben wir alles in Verbindung mit Transport gemacht, eine neue Strategie. Wir sind beispielsweise bei einem Lieferant für Zahnräder und Getriebeteile investiert, welcher Kapital für den Markteintritt in China benötigt. Wir müssen auf die Firmen zugehen, wir haben eine Datenbank und Call Center, vor allem bei Geschäftsinhabern im Alter zwischen 60 und 65 plus. Unsere Geldgeber kommen zu uns und sind bereit zu investieren und sich zu beteiligen, wir finden daraufhin Unternehmen, bei denen die Eigentümer bereit sind ihre Anteile zu veräußern.“

„Jemand, der eine Firma der ehemaligen DDR gekauft hat oder mehr als 20 Jahre bei einem Unternehmen beschäftigt war, ist eher dazu geneigt zu verkaufen. Wir haben 300 potentielle Unternehmen, welche erste Priorität sind und wir uns genauer anschauen.“ Dabei möchte Herr Leermann jedoch nicht in zu viele Unternehmen involviert sein, da „ (…) die Vorbereitung für Exits sehr zeitaufwendig ist. Aktuell haben wir ca. 25 Unternehmen im Fokus, von denen uns 10 besonders interessieren“ sagte er.

Mehr dazu finden Sie unter: http://www.plymouthherald.co.uk

Zurück zur Übersicht